Biologica

Biologica

Biologica (syn Biopharmaka, Biopharmazeutika) sind Arzneistoffe, also wirksame Bestandteile von Arzneimitteln. Sie werden mittels biotechnologischer Methoden hergestellt und somit den Naturstoffen und den chemischen Arzneistoffen gegenübergestellt. Biologica zeichnen sich durch ihre pathophysiologische Spezifität aus, mit der der Eingriff in die biologischen bzw pathologischen Funktionsweise in Krankheiten gelingt. Aufgrund ihrer Größe und Empfindlichkeit für Verdauungsenzyme und die Magensäure ist der Standardapplikationsweg nicht peroral.

Bekannte biologische Arzneistoffe sind Impfstoffe, Blutgerinnungsbestandteile, Hormone (Insulin), Zytokine (Interleukin 2) und Wachstumsfaktoren (Erythropoetin) oder monoklonale Antikörper (zum Beispiel TNF Inhibitoren/Blocker), neuerdings auch Nukleinsäuren.

Ähnlich den Generika für chemische Arzneistoffe, gibt es mit den Biosimilars auch als Nachfolgeprodukte für Biologika. Sie sind strengeren behördlichen Zulassungsauflagen unterworfen als Generika.

Diagnostisch ist es möglich die Konzentrationen der Biologika im Blut mittels Immunoassays zu bestimmen. Zudem können sich bei längerer Verabreichung Biologika-spezifische Antikörper ausbilden, von denen man annimmt, daß sie zur Therapieresistenz führen. Letztlich beobachtet man die Induktion von Antinukleären Autoantikörpern (ANA, und hier ganz besonders gegen ds DNS), die sich als klinisch Medikamenten-induzierter Lupus Erythematodes präsentieren und nach Absetzen der Therapie wieder eliminiert werden.

Die Kommentare sind geschlossen.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.